Der Zalando-Finanzierer Rocket Internet will die Börse verlassen

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Das wird das Ende als Aktiengesellschaft Rocket Internets, die Beteiligungsgesellschaft und der Investor zahlreicher Start-Ups. Die Gesellschaft will laut den News aus der Börse aussteigen, wie am 1. September 2020 verlautete. Was hat das zur Folge für die Anleger?

Rocket ist ein milliardenschwerer Start-Up-Investor, der das Börsenparkett verlassen will. Er bietet dazu seinen Aktionären an, ihre Aktien zurückzukaufen, und zwar zum gesetzlichen Mindestkurs. Das Berliner Unternehmen hat ihn berechnet. Er liegt bei 18,57 Euro pro Aktie. Das teilte Rocket am Dienstag mit.

Zudem kündigte das Unternehmen parallel ein Aktienrückkaufprogramm zum Erwerb der Aktien von 8,84 Prozent an. Es soll bis zum 15. September erfolgen. Hier bietet Rocket nur 18,57. Das ist weniger als der Schlusskurs Montag von 18,95 Euro.

Rocket Internet hat die Gründung von Zalando finanziert, dem Online-Modehändler. Die Gesellschaft beteiligte sich am Essenslieferdienst Delivery Hero. Er ist im deutschen Leitindex Dax seit vergangener Woche gelistet.

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Rocket ging 2014 an die Börse

Rocket wurde an der Börse zuletzt mit 2,6 Milliarden Euro bewertet. Die Nutzung des Kapitalmarkts habe als Finanzierungsmöglichkeit keine große Bedeutung mehr. Man könne außerhalb der Börse einen längerfristigen Ansatz bei strategischen Entscheidungen verfolgen, argumentierte das Unternehmen den geplanten Ausstieg.

Die Global Founders GmbH und Oliver Samwer, Gründer und Konzernchef halten fast 50 Prozent der Rocket-Anteile halten. Sie wollen ihre Aktien behalten, teilte der Konzern weiter mit. Rocket ging in 2014 an die Börse.. Der Ausgabepreis je Aktie betrug seinerzeit von 42,50 Euro. Die hohen Erwartungen erfüllten sich allerdings nicht.

Der Abschied vom Börsenparkett soll auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. September 2020 freibeschlossen werden. Dafuer ist lediglich eine einfache Mehrheit erforderlich. Mit den Stimmen der Global Founders GmbH und Olliver Samwer sollte der Beschluss ohnehin eine Formalie sein und der Ausstieg von der Börse wie geplant über die Bühne gehen.

Verwendete Quellen: Nachrichtenagentur Reuters